Autor Thema: Fragen - es geht weiter...  (Gelesen 46027 mal)

Offline Lumpi

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« Antwort #25 am: 09 Mai 2019, 08:18:54 »
Ich hab letztens übrigens 1150 Bockibeutel bestellt.
Köln ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt 27,6 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 28 km.
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Offline Greg

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« Antwort #26 am: 09 Mai 2019, 08:50:49 »
Auch ohne U-Haft kann langer Verfahrensdauer eine strafmildernde Bedeutung zukommen.


Ist das hier nicht eher eine Frage der Vollstreckung statt der Strafzumessung? Es wird ein Teil der Strafe schon als vollstreckt erklärt.

Offline Hamlet

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« Antwort #27 am: 09 Mai 2019, 08:53:28 »
Auch ohne U-Haft kann langer Verfahrensdauer eine strafmildernde Bedeutung zukommen.


Ist das hier nicht eher eine Frage der Vollstreckung statt der Strafzumessung? Es wird ein Teil der Strafe schon als für vollstreckt erklärt.

Ja, die U-Haft wird angerechnet, da wird im wahrsten Sinn des Wortes gerechnet.

Aber eine lange Verfahrensdauer ist auch belastend für den Angeklagten, da kann der Richter dann schon mal sagen, ok, kriegt er ein halbes Jahr weniger.
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Offline Greg

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« Antwort #28 am: 09 Mai 2019, 08:57:41 »
Mit Anrechnung der U-Haft hat das nichts zu tun. Her geht es um eine zu lange Verfahrensdauer.
« Letzte Änderung: 09 Mai 2019, 08:59:34 von Greg »

Offline Greg

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« Antwort #29 am: 09 Mai 2019, 09:00:52 »
Und im konkreten Fall saß der Verurteilte wohl nicht mal in Untersuchungshaft.
« Letzte Änderung: 09 Mai 2019, 09:04:04 von Greg »

Offline Greg

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« Antwort #30 am: 09 Mai 2019, 09:04:31 »
Hab mal nachgeguckt. Das müsste hier ein Fall von §§ 198 f. GVG sein.

Offline scrooge

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« Antwort #31 am: 09 Mai 2019, 09:07:42 »
Ich hab letztens übrigens 1150 Bockibeutel bestellt.

Eine gute Investition. Bockibeutel kann man immer brauchen.
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Offline scrooge

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« Antwort #32 am: 09 Mai 2019, 09:14:50 »
Aber durch die überlange Verfahrensdauer entstehen dem Angeklagten doch keine Nachteile. Er geht zu den Verhandlungsterminen und fertig. Oder seh ich das falsch?

Es geht ja nicht nur um die Gerichtstermine. Ich denke, man will doch wissen, wie es mit einem weitergeht, und so eine ungewisse Situation wirkt sich auf das ganze Leben aus. Mich hat ja schon genervt, dass unser Antrag, einen Carport bauen zu dürfen, ewig und drei Tage auf dem Amt rumlag. Und so ein Strafvervahren ist ja nochmal eine andere Hausnummer.
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Offline Sabine

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« Antwort #33 am: 09 Mai 2019, 09:37:51 »
Aber durch die überlange Verfahrensdauer entstehen dem Angeklagten doch keine Nachteile. Er geht zu den Verhandlungsterminen und fertig. Oder seh ich das falsch?

Es geht ja nicht nur um die Gerichtstermine. Ich denke, man will doch wissen, wie es mit einem weitergeht, und so eine ungewisse Situation wirkt sich auf das ganze Leben aus. Mich hat ja schon genervt, dass unser Antrag, einen Carport bauen zu dürfen, ewig und drei Tage auf dem Amt rumlag. Und so ein Strafvervahren ist ja nochmal eine andere Hausnummer.

klar ist es das. Aber er hat ja den Bockmist gebaut. Da muß man auch mit Konsequenzen rechnen. Wer denkt denn an die Opfer? Aber ich verstehe schon wie Du das meinst. Obwohl ich wenig Verständnis hab.

Wie geht man damit um, wenn man so einen Menschen als Nachbarn hat? Schneidet man ihn?

Ich frag mich da immer, warum macht er das? Denkt er, sowas kommt nicht raus? Warum geht er nicht zu Nutten?

Aber ich schweife ab.

Zeigt mir aber immer wieder, daß man den Leuten nur vor den Kopf schaut. Hätte ich dem nie zugetraut.
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Offline Lumpi

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« Antwort #34 am: 09 Mai 2019, 09:57:14 »
Auch ohne U-Haft kann langer Verfahrensdauer eine strafmildernde Bedeutung zukommen.


Ist das hier nicht eher eine Frage der Vollstreckung statt der Strafzumessung? Es wird ein Teil der Strafe schon als vollstreckt erklärt.
stimmt, das geht auch.
Köln ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt 27,6 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 28 km.
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« Antwort #35 am: 09 Mai 2019, 10:41:17 »
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Offline das Glückskind

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« Antwort #36 am: 09 Mai 2019, 16:04:02 »

Wie geht man damit um, wenn man so einen Menschen als Nachbarn hat? Schneidet man ihn?


Tag und Nacht das Haus des Gynäkologen beobachten, am besten man spricht sich da mit der gesamten Nachbarschaft ab. Sobald sich jemand draußen zeigt, mit Kamera/Smartphone draufhalten und das Video auf dem derzeit angesagtesten sozialen Medium posten (Instagram?), zusammen mit dem entsprechenden Kommentar. Wenn sich im Haus Aktivitäten zeigen, mit dem Finger drauf zeigen und sehr hoch kreischen. Nachts die Fackeln nicht vergessen. ggf. mit Schusswaffen ausstatten (falls Mitglied im Schützenverein).

Im Ernst, Sabine, was soll man da schon groß machen? Erst mal ist er ja jetzt offenbar sowieso für einige Zeit weg, und wenn er seine Strafe abgesessen hat, dann eben weiter so wie bisher bzw. neutral verhalten. Hattet ihr den regelmäßig - also außerhalb der Untersuchungen - miteinander zu tun, habt euch gegrüßt, zum Grillen eingeladen etc? Falls nicht, stellt sich die Frage doch gar nicht. (Wenn man selber von seinen Straftaten betroffen war, dann ist das natürlich auch noch mal was anderes.)

Vermutlich wird er sowieso wegziehen, wenn er rauskommt. Würd ich an seiner Stelle jedenfalls machen (bzw. an Stelle seiner Familie).
« Letzte Änderung: 09 Mai 2019, 16:07:00 von das Glückskind »
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Offline Miracoli

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« Antwort #37 am: 09 Mai 2019, 16:07:15 »
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« Antwort #38 am: 09 Mai 2019, 16:41:43 »
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Offline scrooge

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« Antwort #39 am: 09 Mai 2019, 17:03:43 »
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Offline Philo

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« Antwort #40 am: 09 Mai 2019, 17:22:06 »

Wie geht man damit um, wenn man so einen Menschen als Nachbarn hat? Schneidet man ihn?


Tag und Nacht das Haus des Gynäkologen beobachten, am besten man spricht sich da mit der gesamten Nachbarschaft ab. Sobald sich jemand draußen zeigt, mit Kamera/Smartphone draufhalten und das Video auf dem derzeit angesagtesten sozialen Medium posten (Instagram?), zusammen mit dem entsprechenden Kommentar. Wenn sich im Haus Aktivitäten zeigen, mit dem Finger drauf zeigen und sehr hoch kreischen. Nachts die Fackeln nicht vergessen. ggf. mit Schusswaffen ausstatten (falls Mitglied im Schützenverein).



Man schaltet Orkan ein  :biggrin:
(ich schaue ja die Wiederholungsfolgen der Gosse auf ONE. Da hat er gerade den Maxlmörder zusammengeschlagen und wurde gestern verhaftet)
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Offline nonoever

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« Antwort #41 am: 09 Mai 2019, 18:13:11 »
Mein Gyn muß jetzt fast 2 Jahre nach Urteilsverkündigung in den Knast.






ok, danke.

Aber durch die überlange Verfahrensdauer entstehen dem Angeklagten doch keine Nachteile. Er geht zu den Verhandlungsterminen und fertig. Oder seh ich das falsch?

Und wieso dauert die Revision so lange? Weil an den Gerichten so viel zu tun ist?



1. Er ist aber über die ganze Zeit hinweg durch das Verfahren und die Anklage belastet. Das Damoklesschwert, das zum Teil über Jahre über ihm hängt. So in etwa.

2. Warum Rvisionen lange dauern, kann unterschiedliche Gründe haben. Je nachdem, wie viele Tage verhandelt wurde, ist die Frist, innerhalb derer das schriftliche Urteil abzusetzen ist, sehr lang. Ab Zustellung des Urteils beginnt die Revisionsbegründungsfrist zu laufen. Die beträgt einen Monat. Danach erhält die "Gegenpartei" Gelegenheit für eine Revisionsgegenerklärung. Danach gehen die Akten zurück zur Staatsanwaltschaft, dort wird ein sog. Revisionsübersendungsbericht gefertigt und danach geht die ganze Sache zum Revisionsgericht. Das ist bei erstinstanzlichen Entscheidungen eines Landgerichts der Bundesgerichtshof und bei Revisionen gegen Urtele des Amtsgerichts oder Berufungsurteile des Landgerichts das jeweils örtlich zuständige Oberlandesgericht. Dort wird dann anhand des Urteils und der Revisionsbegründung und der Gegenerklärung, wenn sie denn abgegeben wurde, geprüft, ob das Urteil Rechtsfehler enthält. Es findet keine Verhandlung zur Sache statt, wie oft angenommen wird.
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Offline Sabine

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« Antwort #42 am: 10 Mai 2019, 12:39:51 »

Wie geht man damit um, wenn man so einen Menschen als Nachbarn hat? Schneidet man ihn?


Tag und Nacht das Haus des Gynäkologen beobachten, am besten man spricht sich da mit der gesamten Nachbarschaft ab. Sobald sich jemand draußen zeigt, mit Kamera/Smartphone draufhalten und das Video auf dem derzeit angesagtesten sozialen Medium posten (Instagram?), zusammen mit dem entsprechenden Kommentar. Wenn sich im Haus Aktivitäten zeigen, mit dem Finger drauf zeigen und sehr hoch kreischen. Nachts die Fackeln nicht vergessen. ggf. mit Schusswaffen ausstatten (falls Mitglied im Schützenverein).

Im Ernst, Sabine, was soll man da schon groß machen? Erst mal ist er ja jetzt offenbar sowieso für einige Zeit weg, und wenn er seine Strafe abgesessen hat, dann eben weiter so wie bisher bzw. neutral verhalten. Hattet ihr den regelmäßig - also außerhalb der Untersuchungen - miteinander zu tun, habt euch gegrüßt, zum Grillen eingeladen etc? Falls nicht, stellt sich die Frage doch gar nicht. (Wenn man selber von seinen Straftaten betroffen war, dann ist das natürlich auch noch mal was anderes.)

Ich finde deine obere Antwort ehrlichgesagt blöd. Vielleicht war meine Frage auch blöd, aber vielleicht verstehst du auch einfach nicht, daß mich die Sache sehr beschäftigt.

Ich bin heilfroh, daß ich nicht in sein Beuteschema gefallen bin und bin einfach nur entsetzt, daß ein Mensch, den ich als seriös eingeschätzt habe, sowas gemacht hat.

Da kreisen halt die Gedanken.

Wie sehr man sich halt in einem Menschen täuschen kann.
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Offline Sabine

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« Antwort #43 am: 10 Mai 2019, 12:43:17 »

Mein Gyn muß jetzt fast 2 Jahre nach Urteilsverkündigung in den Knast.





[/quote]

ok, danke.

Aber durch die überlange Verfahrensdauer entstehen dem Angeklagten doch keine Nachteile. Er geht zu den Verhandlungsterminen und fertig. Oder seh ich das falsch?

Und wieso dauert die Revision so lange? Weil an den Gerichten so viel zu tun ist?

[/quote]


1. Er ist aber über die ganze Zeit hinweg durch das Verfahren und die Anklage belastet. Das Damoklesschwert, das zum Teil über Jahre über ihm hängt. So in etwa.

2. Warum Rvisionen lange dauern, kann unterschiedliche Gründe haben. Je nachdem, wie viele Tage verhandelt wurde, ist die Frist, innerhalb derer das schriftliche Urteil abzusetzen ist, sehr lang. Ab Zustellung des Urteils beginnt die Revisionsbegründungsfrist zu laufen. Die beträgt einen Monat. Danach erhält die "Gegenpartei" Gelegenheit für eine Revisionsgegenerklärung. Danach gehen die Akten zurück zur Staatsanwaltschaft, dort wird ein sog. Revisionsübersendungsbericht gefertigt und danach geht die ganze Sache zum Revisionsgericht. Das ist bei erstinstanzlichen Entscheidungen eines Landgerichts der Bundesgerichtshof und bei Revisionen gegen Urtele des Amtsgerichts oder Berufungsurteile des Landgerichts das jeweils örtlich zuständige Oberlandesgericht. Dort wird dann anhand des Urteils und der Revisionsbegründung und der Gegenerklärung, wenn sie denn abgegeben wurde, geprüft, ob das Urteil Rechtsfehler enthält. Es findet keine Verhandlung zur Sache statt, wie oft angenommen wird.
[/quote]

danke für deine sachliche Antwort
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Offline Hamlet

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« Antwort #44 am: 10 Mai 2019, 13:02:12 »
Aber durch die überlange Verfahrensdauer entstehen dem Angeklagten doch keine Nachteile. Er geht zu den Verhandlungsterminen und fertig. Oder seh ich das falsch?

Der Nervenverschleiß kann durch das Warten erheblich sein.

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Offline das Glückskind

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« Antwort #45 am: 10 Mai 2019, 14:23:47 »

Wie geht man damit um, wenn man so einen Menschen als Nachbarn hat? Schneidet man ihn?


Tag und Nacht das Haus des Gynäkologen beobachten, am besten man spricht sich da mit der gesamten Nachbarschaft ab. Sobald sich jemand draußen zeigt, mit Kamera/Smartphone draufhalten und das Video auf dem derzeit angesagtesten sozialen Medium posten (Instagram?), zusammen mit dem entsprechenden Kommentar. Wenn sich im Haus Aktivitäten zeigen, mit dem Finger drauf zeigen und sehr hoch kreischen. Nachts die Fackeln nicht vergessen. ggf. mit Schusswaffen ausstatten (falls Mitglied im Schützenverein).

Im Ernst, Sabine, was soll man da schon groß machen? Erst mal ist er ja jetzt offenbar sowieso für einige Zeit weg, und wenn er seine Strafe abgesessen hat, dann eben weiter so wie bisher bzw. neutral verhalten. Hattet ihr den regelmäßig - also außerhalb der Untersuchungen - miteinander zu tun, habt euch gegrüßt, zum Grillen eingeladen etc? Falls nicht, stellt sich die Frage doch gar nicht. (Wenn man selber von seinen Straftaten betroffen war, dann ist das natürlich auch noch mal was anderes.)

Ich finde deine obere Antwort ehrlichgesagt blöd. Vielleicht war meine Frage auch blöd, aber vielleicht verstehst du auch einfach nicht, daß mich die Sache sehr beschäftigt.


Kann sein. Das war auch bewusst ein wenig überspitzt von mir.

Den zweiten Teil meiner Antwort habe ich aber durchaus ernst gemeint.


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Offline heinzi

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« Antwort #46 am: 10 Mai 2019, 21:40:11 »
Aber durch die überlange Verfahrensdauer entstehen dem Angeklagten doch keine Nachteile. Er geht zu den Verhandlungsterminen und fertig. Oder seh ich das falsch?

Der Nervenverschleiß kann durch das Warten erheblich sein.



Sorry, wir sprechen von einem Täter, dessen Schuld wohl durch eigene Beweisaufnahmen zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.

Somit dürfte sich das Nervenaufreibende eher gering halten, die Spannung ob schuldig oder nicht, ist doch weg!

Ich findes immer wieder interessant wie man hochverständnisvoll mit Tätern umgegangen wird und die Opfer in die Röhre schauen.

So lang mein Herz noch schlägt, mich mein Gefühl noch trägt.
So lang werd ich, bis zum Schluss, einfach tun, was ich glaub das ich tun muss!

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Offline Vivian

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« Antwort #47 am: 10 Mai 2019, 22:15:51 »
Und ich bin froh, daß auch Täter nicht der Willkür ausgesetzt werden.
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Offline Sabine

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« Antwort #48 am: 11 Mai 2019, 09:04:59 »
Aber durch die überlange Verfahrensdauer entstehen dem Angeklagten doch keine Nachteile. Er geht zu den Verhandlungsterminen und fertig. Oder seh ich das falsch?

Der Nervenverschleiß kann durch das Warten erheblich sein.



Sorry, wir sprechen von einem Täter, dessen Schuld wohl durch eigene Beweisaufnahmen zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.

Somit dürfte sich das Nervenaufreibende eher gering halten, die Spannung ob schuldig oder nicht, ist doch weg!

Ich findes immer wieder interessant wie man hochverständnisvoll mit Tätern umgegangen wird und die Opfer in die Röhre schauen.


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Offline heinzi

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« Antwort #49 am: 11 Mai 2019, 13:35:09 »
Und ich bin froh, daß auch Täter nicht der Willkür ausgesetzt werden.

Von Willkür war nie die Rede!
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