Autor Thema: Hmmmm, Essen!  (Gelesen 4456 mal)

Offline das Glückskind

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Hmmmm, Essen!
« am: 10 November 2020, 12:12:37 »
(Hier darf natürlich auch übers Trinken geschrieben werden.  :smile: )

Da wollte ich noch fix was in den alten Thread mogeln, aber heinzi war schneller.

Zitat

Zitat
ich bin ja noch nicht so alt, und früher musste ich mich anderer Leute Konventionen beugen.

Unsere Familie war schon immer so. Ich erinnere mich an einen Freund, den ich mal hatte. Wenn der zu mir kam, haben wir manchmal um 17 Uhr was Warmes gegessen. Er fragte dann immer: "Ist das jetzt euer Mittagessen oder euer Abendessen?"

Wenn er mich am Sonntag besucht hat, kam er immer gegen 13 Uhr, weil dann das Mittagessen zu Hause schon erledigt war, an dem er teilnehmen musste.

Salessia, meine Familie meinte ich da gar nicht so (außer Omi, die war sehr streng was Essenszeiten betrifft). Wenn's nach meiner Mutter und mir ginge, würden wir auch irgendwann essen wenn uns danach ist. Aber der FmM verlangt feste Essenszeiten (weil Diabetiker), die Omi früher auch, und in der Schule hatte man ja auch keine Wahl, erst recht im Internat. Das heißt, man hätte natürlich nicht essen müssen, aber später gab's halt nix mehr.  ;)

Im Studium war es dann etwas lockerer. Als ich dann anfing zu arbeiten konnt ich mir meine Zeit zwar auch einteilen, aber ich bin dann trotzdem immer mit den anderen - di angestellten Mitarbeiter - mit in die Kantine gegangen. Da war es der Gruppenzwang. Irgendwas war immer.  :biggrin:




« Letzte Änderung: 10 November 2020, 12:24:49 von das Glückskind »
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Offline Eisblume

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Hmmmm, Essen!
« Antwort #1 am: 10 November 2020, 12:20:46 »
Hier zur Sicherheit auch noch mal: Pinguin fragte:

Zitat
By the way: was mach ich denn aus meiner Steckrübe? Wenn ich mich richtig erinnere schmeckt die doch ähnlich wie Kohlrabi, oder? Hat jemand ein erprobtes Rezept?



Meine Oma kochte die immer so ähnlich wie hier:

https://www.chefkoch.de/rezepte/1077381213443123/Steckruebeneintopf-Mama.html

Allerdings nicht mit Bauchfleisch, sondern mit Kasseler, und die Steckrüben wurden nicht gestampft.

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Offline das Glückskind

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« Antwort #2 am: 10 November 2020, 12:25:32 »
Sieht lecker aus!

An Steckrübeneintopf dachte ich auch, aber ich habe keine Ahnung wie das geht.
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Offline Pinguin

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« Antwort #3 am: 10 November 2020, 12:58:42 »
Danke, Eisblume. Eintopf fiel mir auch als erstes ein, aber ich dachte, vielleicht lässt sich auch noch etwas anderes daraus kochen. Vielleicht Püree oder Cremesuppe? Hat das jemand mal versucht?

Offline Eisblume

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« Antwort #4 am: 10 November 2020, 14:06:12 »
Püree geht wohl auch. Habe ich noch nie gegessen, in meiner "Stückrübenfamilie" (die Seite aus Norddeutschland, in Bayern sind Steckrüben ja nicht so verbreitet) war Püree im Allgemeinen nicht so beliebt.

Aber ich finde, das klingt gut:

https://www.brigitte.de/rezepte/steckruebenpueree-mit-parmesan-10859864.html

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Offline bockmouth

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« Antwort #5 am: 10 November 2020, 15:04:18 »
Noch zum Vorgänger-FRED:

Und nein, ich habe keinen Schiss vor Steckern und Schaltern - aber ich habe höchsten Respekt respektive keine Ahnung von EDV-Dingen...

Ja, ich habe eine Mikrowelle, aber schon lange nicht mehr benutzt, da mich die ganzen (Zucker-)zusatzstoffe nerven!

Ich freue mich schon auf den Riiiesenpott Grünkohl mit Mettendken, den mir meine Sektkollegin vor knapp 1 Std. zu Weihnachten in Aussicht gestellt hat...

Meinereiner hat einfach keinen Bock, irgendwelches Gemüse zu schnippeln, Fleisch zu braten oder Suppe zu köcheln - das ist für mich verlorene Zeit! Da lese, surfe oder radel ich lieber...

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Offline Hamlet

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« Antwort #6 am: 10 November 2020, 16:16:29 »
Ja, ich habe eine Mikrowelle, aber schon lange nicht mehr benutzt, da mich die ganzen (Zucker-)zusatzstoffe nerven!

Ach Bocki, das ist doch albern, ein Brötchen ist letztlich auch "Zucker". Dann dürftest du auch keine Brötchen essen.

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Offline Pinguin

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« Antwort #7 am: 10 November 2020, 20:25:03 »
Püree geht wohl auch. Habe ich noch nie gegessen, in meiner "Stückrübenfamilie" (die Seite aus Norddeutschland, in Bayern sind Steckrüben ja nicht so verbreitet) war Püree im Allgemeinen nicht so beliebt.

Aber ich finde, das klingt gut:

https://www.brigitte.de/rezepte/steckruebenpueree-mit-parmesan-10859864.html

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Meine Steckrübe habe ich in Mittenwald gekauft, bayrischer gehts nimmer.
Aber danke für das Rezept, Püree und Kassler kann ich mir gut vorstellen.

Offline Shimuwini

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« Antwort #8 am: 10 November 2020, 20:35:04 »
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Offline Eisblume

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« Antwort #9 am: 11 November 2020, 09:11:36 »
Püree geht wohl auch. Habe ich noch nie gegessen, in meiner "Stückrübenfamilie" (die Seite aus Norddeutschland, in Bayern sind Steckrüben ja nicht so verbreitet) war Püree im Allgemeinen nicht so beliebt.

Aber ich finde, das klingt gut:

https://www.brigitte.de/rezepte/steckruebenpueree-mit-parmesan-10859864.html

Ist von Tim Mälzer.
Meine Steckrübe habe ich in Mittenwald gekauft, bayrischer gehts nimmer.
Aber danke für das Rezept, Püree und Kassler kann ich mir gut vorstellen.

Das mag heute anders sein, aber vor 40 Jahren hätte meine bayrische Oma mit Hamlet gemeint, Steckrüben seien was fürs Vieh.  :biggrin:
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Offline Excalibur

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Hmmmm, Essen!
« Antwort #10 am: 11 November 2020, 09:29:40 »

[/quote]

Das mag heute anders sein, aber vor 40 Jahren hätte meine bayrische Oma mit Hamlet gemeint, Steckrüben seien was fürs Vieh.  :biggrin:
[/quote]

Ja, das hätte meine Oma auch gesagt. Sie erzählte immer von diesem schlimmen Winter (ich meine 1946?), wo es fast nur die Rüben gab: als Brotersatz, geröstet als Kaffeeersatz usw.
Sie meinte, danach hätte überhaupt niemand mehr Bock auf das Gemüse gehabt - was ich auch verstehen kann...
Seitdem haben bei uns die Bauern die Rüben eben verfüttert.
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Offline Hamlet

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« Antwort #11 am: 11 November 2020, 11:40:59 »
Stallhasen!

Man füttert Steckrüben an Stallhasen und den Stallhasen kann man dann essen.
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Offline Rennbiene

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« Antwort #12 am: 11 November 2020, 13:02:33 »
Der Steckrübenwinter war 1916/1917
Berlin ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 km.
In diesem Sinne …
Herzliche Grüße von Rennbiene

Offline Hamlet

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« Antwort #13 am: 11 November 2020, 13:04:31 »
Der Steckrübenwinter war 1916/1917

Ja. Da waren die staatlich verordnet.
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Offline Hamlet

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« Antwort #14 am: 11 November 2020, 13:06:39 »
Als Kind habe ich den Nachbarn (die hatten mehrere Schweine im Stall) bei der Dickwurzernte (das ist der oberhessische Name für Steckrüben) geholfen und bekam dann dafür einen Korb voll davon ab, das war dann Futter für meine Hasen.
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Offline Hamlet

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« Antwort #15 am: 11 November 2020, 13:08:12 »
Wir haben hier Erbseneintopf mit Mettwurststücken. Bei nasskaltem Wetter ist der gut.
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Offline Pinguin

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« Antwort #16 am: 11 November 2020, 13:14:35 »
Also, es gab Steckrübenpüree nach Tim Mälzer mit Bratwurst. Das Püree ist leicht zu kochen und schmeckt eher mild, meinem Mann und mir hat es geschmeckt, war aber keine Erweckung.

Offline salessia

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« Antwort #17 am: 11 November 2020, 13:18:29 »
Ich kenne Steckrübeneintopf aus meiner Kindheit. Eines der wenigen Gerichte, die ich nicht mochte und deshalb nicht essen musste. Ich weiß aber überhaupt nicht mehr, wie es schmeckte. Es kann auch einfach am Kümmel gelegen haben, den meine Mutter reingegeben hat.
¡Sueco viejo!

Offline Pinguin

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« Antwort #18 am: 11 November 2020, 13:21:08 »
Ich finde es schmeckt sehr ähnlich wie Kohlrabi. Kümmel hatte ich keinen dran, dafür Muskat, die liebe ich.

Offline salessia

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« Antwort #19 am: 11 November 2020, 13:24:15 »
Ich finde es schmeckt sehr ähnlich wie Kohlrabi. Kümmel hatte ich keinen dran, dafür Muskat, die liebe ich.

Muskat mag ich auch gern. Kohlrabi allerdings nur roh. Dann hat sich das für mich weiterhin erledigt.   :biggrin:
¡Sueco viejo!

Offline Shimuwini

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« Antwort #20 am: 11 November 2020, 13:26:14 »
meine Erzeugerin hat immer "nur" Steckrüben-Eintopf gemacht, mit Gänseklein (also Flügeln, Herz, Magen und Leber) und da ein "schmeckt nicht, gibts nicht" galt, musste ich es essen, "notfalls" mit Gewalt ... so wurden mir bis heute viele Gerichte verleidet, nur wenige davon konnte (und wollte) ich mir "zurückerobern"
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Offline Hamlet

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« Antwort #21 am: 11 November 2020, 13:35:00 »
Es kann auch einfach am Kümmel gelegen haben, den meine Mutter reingegeben hat.

Ohne reichlich Kümmel kriegst du Blähungen wie die Sau, deren Futter du gegessen hast.

Mein Opa väterlicherseits war im WK1 in Frankreich und bekam da auch Steckrübeneintopf. Fürchterliche Blähung und Durchfall der ganzen Mannschaft war die Folge.
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Offline Miracoli

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« Antwort #22 am: 11 November 2020, 13:35:53 »
Jetzt weiß ich endlich was Steckrüben sind.  :led:

Ich kannte nur den Pfälzer Ausdruck "Dickwurzele". 

Klassisches Viehfutter, als kleines Kind fand ich die roh knackig und süß, Oma und Opa hatten die auf dem Feld angebaut in großer Menge.

Offline Pinguin

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« Antwort #23 am: 11 November 2020, 13:51:18 »
Es kann auch einfach am Kümmel gelegen haben, den meine Mutter reingegeben hat.

Ohne reichlich Kümmel kriegst du Blähungen wie die Sau, deren Futter du gegessen hast.

Mein Opa väterlicherseits war im WK1 in Frankreich und bekam da auch Steckrübeneintopf. Fürchterliche Blähung und Durchfall der ganzen Mannschaft war die Folge.
Für fürchterliche Blähungen und Durchfall kommen im Krieg wohl noch ein paar andere Ursachen in frage als die Steckrüben. Aber ich werde berichten.  :diablotin:

Offline Hamlet

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« Antwort #24 am: 11 November 2020, 14:02:00 »
Für fürchterliche Blähungen und Durchfall kommen im Krieg wohl noch ein paar andere Ursachen in frage als die Steckrüben.

Und wenn es immer genau _dann_ kommt, wenn es diesen Eintopf gab?
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