Autor Thema: Schweizerismen  (Gelesen 64377 mal)

Offline Pinguin

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« Antwort #100 am: 05 August 2007, 12:41:30 »
Danke für den Link, Timo. Einfach unglaublich.

Offline timo1979

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« Antwort #101 am: 06 August 2007, 09:58:28 »
Ja, finde ich auch. Nuja, ein grosser Teil der Schweizer fühlt sich nach wie vor nicht sicher in unserem Land. Die Schweizerische Volkspartei (diejenige Partei mit dem höchsten Wähleranteil in der Schweiz) lanciert jetzt die Ausschaffungsinitiative. Kein Grund, stolz zu sein auf mein Land.
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Offline Andromeda

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« Antwort #102 am: 07 August 2007, 07:03:25 »
Tja, die rechtsradikalen gibts scheinbar überall. Sollte mich das nun beruhigen, dass das kein deutsches Phänomen ist? Allerdings bin ich in der Schweiz der Ausländer...

Eine Schweizer Freundin hat mir mal erzählt, dass fast jeder Schweizer Haushalt bewaffnet ist.
Das Glaskugelamt hat meinen Antrag auf Neuzuteilung leider noch nicht bearbeitet. 

Offline timo1979

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« Antwort #103 am: 07 August 2007, 08:42:38 »
Quote: 
(Andromeda @ 07 08 2007,07:03)

die rechtsradikalen gibts scheinbar überall

fast jeder Schweizer Haushalt bewaffnet ist.


Zum ersten: Die Schweizerische Volkspartei würde sich niemals als rechtsradikal bezeichnen, die SVP ist eine bürgerliche Partei!

Zum zweiten: Tatsächlich hat jeder Wehrdienstpflichtige seine Dienstwaffe zu Hause. Ist momentan auch eine grosse Diskussion, da schon mehrere Männer mit ihrer Dienstwaffe getötet haben.
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Offline salessia

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« Antwort #104 am: 27 März 2008, 16:47:06 »
Frage an die Schweizer:

Ist es in der Schweiz korrekt, "während den Osterferien" zu sagen? Ich hab das auf einem Schild gesehen.

Und noch etwas, was uns immer während der Fahrt im Skibus beschäftigt hat. Dort hing eine Werbung für ein Hotel, das "Chuchichäschtli" hieß. Nach 2 Tagen konnten wir es sogar aussprechen  '<img'> , wüssten aber gern mal, was das heißt. "Chäschtli" könnte vielleicht "Kästchen" heißen?
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Offline Benevolo

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« Antwort #105 am: 27 März 2008, 16:52:19 »
Ich kann dir deine Frage zwar nicht beantworten, aber ich fürchte auf eine Antwort wirst du warten müssen, da der liebe Timo - einer unserer beiden Hausschweizer - seit dem 10.03. hier nix mehr geschrieben hat, obwohl er heute noch eingeloggt war.

Hat ihn jemand vergrault oder hat er sich beim Skifahren die Finger gebrochen, so dass er nicht mehr tippen kann?  '<img'>

Offline salessia

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« Antwort #106 am: 27 März 2008, 16:53:36 »
Das wäre schade. Vielleicht hat er einfach nur wenig Zeit.
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Offline markus

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« Antwort #107 am: 27 März 2008, 17:00:40 »
Quote: 
(salessia @ 27 03 2008,16:47)

Frage an die Schweizer:

Ist es in der Schweiz korrekt, "während den Osterferien" zu sagen? Ich hab das auf einem Schild gesehen.

Und noch etwas, was uns immer während der Fahrt im Skibus beschäftigt hat. Dort hing eine Werbung für ein Hotel, das "Chuchichäschtli" hieß. Nach 2 Tagen konnten wir es sogar aussprechen  '<img'> , wüssten aber gern mal, was das heißt. "Chäschtli" könnte vielleicht "Kästchen" heißen?


Chuchi = Küche
Chäschtli = Kästchen

Ist so eins der "typischen" schwyzerdütschen Wörter - ich hab allerdings noch niemals jemanden gehört, der dieses Wort verwendet.
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Offline salessia

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« Antwort #108 am: 27 März 2008, 17:01:51 »
Danke, Markus. Uns hat es jedenfalls Spaß gemacht, die Aussprache zu üben. '<img'>
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Offline markus

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« Antwort #109 am: 27 März 2008, 17:02:15 »
das hätte ich gern gehört '<img'>
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Offline salessia

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« Antwort #110 am: 27 März 2008, 17:03:46 »
Das glaub ich! Wahrscheinlich haben sich die anwesenden Schweizer im Bus auch sehr amüsiert.
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Offline Kinski

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« Antwort #111 am: 27 März 2008, 18:00:32 »
Quote: 
(markus @ 27 03 2008,17:00)

Quote: 
(salessia @ 27 03 2008,16:47)

Frage an die Schweizer:

Ist es in der Schweiz korrekt, "während den Osterferien" zu sagen? Ich hab das auf einem Schild gesehen.

Und noch etwas, was uns immer während der Fahrt im Skibus beschäftigt hat. Dort hing eine Werbung für ein Hotel, das "Chuchichäschtli" hieß. Nach 2 Tagen konnten wir es sogar aussprechen  '<img'> , wüssten aber gern mal, was das heißt. "Chäschtli" könnte vielleicht "Kästchen" heißen?


Chuchi = Küche
Chäschtli = Kästchen

Ist so eins der "typischen" schwyzerdütschen Wörter - ich hab allerdings noch niemals jemanden gehört, der dieses Wort verwendet.


Es gibt ja eine (gar nicht mal schlechte) schweizer Hip Hop Gruppe mit diesem Namen. Sie haben sich so benannt, weil man angeblich als Schweizer an der Aussprache dieses Wortes erkennen kann, aus welcher Region derjenige kommt.

Timo fehlt mir auch!

Offline timo1979

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« Antwort #112 am: 30 März 2008, 10:07:01 »
Oh, oh, da werd ich ganz rot - und antworte grad schnell mal zwischendurch.

1. Habe mir eine "Boardpause" verordnet, damit ich nicht immer hier rumhänge anstatt zu schreiben (was ich jetzt schon wieder tu!...)

2. "Während" wird in der gesprochenen Sprache hier mit dem Dativ gebraucht - daher kommt das halt.

Grüsse an euch alle, die ihr mich vermisst, ich les ab und zu noch mit, und irgendwann komm ich bestimmt auch wieder öfters zum schreiben. Also hier. Nicht an meinem Roman.




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Offline Alena

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« Antwort #113 am: 31 März 2008, 08:09:17 »
schön, Timo, dass du noch da bist!

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Offline das Glückskind

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« Antwort #114 am: 01 April 2008, 18:40:45 »
Oooooh, Chuchichäschtli - das ist das erste "schweizerische" Wort, das ich gelernt habe - damals in Prag auf Klassenfahrt, da haben wir so ein paar Typen aus der Schweiz kennengelernt. Da werden Erinnerungen wach.  '<img'>

@Timo: Schön, mal wieder was von Dir zuhören. '<img'> Aber schreib erst mal fertig, wir laufen ja nicht weg.  ':<img:'>




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Offline heinzi

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« Antwort #115 am: 04 April 2008, 09:35:09 »
da gibts doch auch ein Kied/Reim/was auch immer...

Ja bin ich denn ein HOtell
oder bin ich eine Bank

da kommt auch glaub das Chuchikäschtli

drin vor

kennt das jemand?
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Offline salessia

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« Antwort #116 am: 04 April 2008, 09:38:01 »
Das ist der deutsche Text:

Er sammle für 'nen guten Zweck, sagt der Fritz, der vor mir steht.
Dabei muss ich selber sammeln, wenn das so weitergeht.
Alle wollen etwas von mir, das Finanzamt sowieso,
Und an dieser Melkmaschine geht die stärkste Kuh k.o.

Später heißt's in meiner Kneipe: Du, zahl mir noch'n Bier.
Aber ich bin völlig abgebrannt, ich kann doch nichts dafür.
Und da kommt schon wieder einer: Hast 'ne Zigarette, Mann?
Ich geb' ihm meine letzte, und ich zünd' sie auch noch an.

Leute, bin ich denn ein Kiosk?
Oder bin ich etwa 'ne Bank?
Oder seh ich aus wie ein Hotel?
Oder wie'n Kassenschrank?

Leute, bin ich denn ein Kiosk? ...

Ja, da kommt so'n wilder Hippie mit geflicktem Hosenbein
Und fragt mich überfreundlich: Kannst du mir 'nen Fünfer leihn?
Kaum zehn Meter weiter, da quatscht mich jemand an:
Er hätte grad kein Kleingeld für die Fahrt mit der Straßenbahn.

Ich schieb mir einen Lolli rein, und ein Mädchen lächelt nett.
Ihre Wimpern klimpern und sie fragt, ob ich noch einen hätt.
Sie könnte nirgends schlafen und wollte mit zu mir.
Doch hat man mir gekündigt, ich steh' selber vor der Tür.

Leute, bin ich denn ein Kiosk? ...



Und das das Original:

Är sammli für ne guete Zwäck, seit dä Fritz, wo vor mer steit
derby muesi sälber sammle, we das so wyter geit
Si wei aui öppis vo mer, ds Militär u ds Stüürbüro
obschon si ersch grad chürzlech hei my Zahltag übercho

Nachhär heisst's i myre Stammbeiz: Du zahl mer no es Bier
aber i weis nid wohär näh, i bi ja schliesslech sälber stier
Und da chunnt scho wider eine, wott es Zigarette näh
Natürlech isch's my Letschti gsy, unes Füür hanem ou no gäh

Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank?
Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank?
Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank?
Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank?

Ja, da chunnt sone wilde Hippie mit gflickte Hosebei
u fragt mi überfründlech: Säg, hesch mer nid zwe Schtei?
U chuum zäh Meter wyter, da quatscht mi eine aa,
es läng em nid für ds Busbillet, öb är chönnt es Füffzgi ha

Un i chätsche mi Chätschgummi, da lacht mi es Meitli aa,
lat d Wimpere la klimpere u seit: Darf i eine ha?
Äs wüssi nid wo pfuuse, öb's vilich gieng bi mir?
Aber si hei mer doch grad kündet, i stah sälber vor der Tür

Bini Gottfried Stutz e Kiosk? Oder bini öppen e Bank?
Oder gseehni uus wines Hotel? Oder wine Kasseschrank?
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Offline heinzi

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« Antwort #117 am: 04 April 2008, 11:09:30 »
ganz genau das!
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Offline heinzi

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« Antwort #118 am: 04 April 2008, 11:15:19 »
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Offline mephista

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« Antwort #119 am: 08 April 2008, 15:31:09 »
Mit dem Wort "Chuchichäschtli" haben wir jeweils die Westschweizer getestet. Wegen dem "ch" war das für uns irre lustig.
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Offline markus

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« Antwort #120 am: 04 Juni 2008, 15:10:24 »
kurz vor der EM noch ein kleiner Sprachtest

einmal lag ich daneben - aber da ging es auch nicht um die Sprache, ist also entschuldbar '<img'>
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Offline markus

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« Antwort #121 am: 04 Juni 2008, 15:12:34 »
@Schweizer:
Ich hab in dem Rätsel auch den Begriff Gango gelesen - ist das ein geläufiger Begriff?

Ich kenn den nur von meinen Eltern, die mich daheim immer so betiteln '<img'>
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Offline mephista

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« Antwort #122 am: 04 Juni 2008, 21:27:20 »
Gung würde ich als Gango bezeichnen "Gango choche" heisst gehe kochen, "Gango putze" = gehe putzen, eigentlich und ganz korrekt: Gang = gehe, go = gehen, gehe kochen gehen. Ein Gango ist ein Mann der unter dem Pantoffel seiner Angetrauten ist, aber auch das ist vermutlich ein Helvetismus, Na ja, so jemand wie der Hanz in der Listra. Die Frau befiehlt, er geht putzen, den Müll runtertragen, die Wäsche machen usw.
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Offline markus

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« Antwort #123 am: 05 Juni 2008, 08:44:49 »
eben ein solcher bin ich daheim. Meine Mutter ist am Kochen und dann fehlt Öl oder Salz, oder sie braucht Kartoffeln, dann kommt der Gango ins Spiel. Ist immer wieder lustig, wenn man das hochdeutschen Leuten erklärt, die  etwas komisch gucken, wenn auf einmal der Begriff Gango fällt '<img'>
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Offline Lumpi

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« Antwort #124 am: 06 Juni 2008, 13:01:50 »
Es gibt doch so schöne Worte für kleines Bier, großes Bier und Bierkiste, oder? War da nicht was?
Köln ist größer, als die Meisten denken.  Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt 27,6 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 28 km.
In diesem Sinne …

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